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Hätte ich das vorher gewusst,
hätte sich die Reparatur vielleicht doch noch gelohnt…

Mein persönlicher Supergau: Riesenwäscheberg, Donnerstag, die Waschmaschine pumpt und schleudert nicht mehr, ein Termin jagt den nächsten und das Wochenende steht vor der Tür.

 

Hilfe fand ich bei dem örtlichen Elektriker meines Vertrauens. Ja, tatsächlich, in unseren 5.600-Einwohner-Ort gibt es noch drei! Elektriker, einer davon spezialisiert auf Haushaltsgroßgeräte. Schon am nächsten Tag kam er vorbei und nahm meine etwa 10 Jahre alte AEG Öko Lavamat auseinander. In der Vergangenheit konnte er die Maschine mehrmals problemlos wieder startklar machen, dieses Mal hatte ich weniger Glück. Die Elektronik war kaputt, Kosten weit über 200 Euro – eine Reparatur nicht mehr lohnenswert.

 

Auf MEINE Nachfrage hin, sagte mir der Techniker, dass er auch Maschinen verkauft – BOSCH und MIELE. Er wollte mir wirklich nichts aufschwätzen, was ich sehr zu schätzen weiß. Wir machten einen Termin für Samstag 12 Uhr aus und in seiner zugegeben eher kleinen Ausstellung, suchte ich mir erstmals eine BOSCH-Waschmaschine aus. Direkt danach, brachte er mir die neue Waschmaschine nach Hause, hat alles angeschlossen, die alte entsorgt und um 14 Uhr lief die neue Maschine schon zum 1. Mal und mein Wäscheberg wurde nach und nach kleiner.

 

Das ist nun schon ½ Jahr her. Mein Fazit? Die Maschine ist im Prinzip gut. Das Preis-Leistungsverhältnis völlig ok, der Service war hervorragend. Einziges Manko? Die Waschmaschine hat eine Umwuchtkontrolle. Was eigentlich ein Qualitätsmerkmal von neueren Markengeräten ist, nervt mich manchmal ohne Ende! Bei der Umwuchtkontrolle registrieren Sensoren die Stabilität der Waschmaschine beim Schleudern und sorgen so für einen sicheren Stand. Ist die Wäsche jedoch ungleichmäßig verteilt, wird der Schleudervorgang unterbrochen und die Wäsche neu verteilt. Sind aber nur wenige Kleidungsstücke in der Maschine – ein einzelner Strickpulli, ein einzelnes Stofftier oder aber Badehose und Handtuch nach einmal Schulschwimmen im 15-Minuten-Kurzprogramm, habe ich keine Chance. Die Wäsche bleibt pitschnass, oft genug auch nach mehrmaligen Pump- und Schleuderversuchen.

 

Nun wohne ich ja auf dem Land und habe kürzlich „meinen“ Elektriker beim Bäcker getroffen und ihm von dem Problem erzählt. Sein Tipp: wenn es mit dem zusätzlichen Pumpen und Schleudern nicht funktioniert, ein Handtuch mit in die Wäsche geben, damit mehr Wäsche in der Trommel ist. Das Problem haben wohl alle Waschmaschinen mit Umwuchtkontrolle. Für mich ein echter Rückschritt und ich frage mich, was sich die Hersteller dabei gedacht haben! In Zeiten, in denen wir zum Mond fliegen, kann ich mich nicht darauf verlassen, dass die Wäsche ordentlich geschleudert wird?

 

Natürlich versuche ich die Maschine möglichst immer gut auszulasten und in sicher mehr als 95 Prozent der Fälle funktioniert das Gerät ja auch einwandfrei. Aber manchmal brauche ich halt nur schnell ein einzelnes Teil und dann will ich nicht einfach so ein sauberes Handtuch mitwaschen, damit die Maschine problemlos schleudert. Diese vielleicht 10 Fälle im Jahr, in denen es mir nicht gelingt die Umwuchtkontrolle zu überlisten, die nerven! Und dann trauere ich meiner alten Waschmaschine nach. Ohne Umwuchtkontrolle, aber dafür 100%-ig zuverlässig, wenn´s um´s schleudern geht. Wer weiß, hätte ich vorher gewusst, was mit der neuen Waschmaschine auf mich zukommt – ich glaube ich hätte die fast 300 Euro investiert und meine alte reparieren lassen!

 

Waschmaschinen Reparatur

Geschrieben am: 13. Februar 2017
Kategorien: Allgemein, Konsum und Umwelt
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